7December2011

Der teuerste Teppich der Welt

Posted by naloxon under: Zum Schluss.

In einem Prozess zum Verkauf des angeblich teuersten Teppichs der Welt ist eine gütliche Einigung am Mittwoch gescheitert. Weder die Klägerin noch der beklagte Auktionator wollten sich vor dem Landgericht Augsburg einem Kompromissvorschlag des Gerichts anschließen.

Die Richter hatten zum Prozessauftakt vorgeschlagen, dass die ältere Dame aus dem Raum Starnberg insgesamt 100.000 Euro für den Vasenteppich aus der persischen Provinz Kerman erhalten sollte.

Sie fordert von dem Augsburger Auktionator Schadenersatz. Denn der Teppich war nach dem ersten Verkauf später noch viel teurer weiterversteigert worden.

Die Klägerin hatte den geerbten Teppich aus dem 17. Jahrhundert dem bayerischen Auktionator zur Versteigerung überlassen - dieser schätzte ihn auf 900 Euro. Bei der Auktion in Augsburg brachte er dann 19.700 Euro ein. Über Umwege gelangte er anschließend zum renommierten Auktionshaus Christie’s in London und wurde im Frühjahr 2010 für die Rekordsumme von umgerechnet 7,2 Millionen Euro versteigert.

Die ehemalige Besitzerin sah sich deshalb um eine hohe Summe gebracht und klagte gegen den Auktionator in Deutschland.

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22October2011

Die Wahrheit über Europa

Posted by naloxon under: FUN.

Ein Spanier, ein Grieche und ein Portugiese gehen in den Puff. Wer bezahlt? - Die Deutschen.

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5October2011

Bob der Baumeister

Posted by naloxon under: Luc@Toni.

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3October2011

Tag der Deutsche Einheit

Posted by naloxon under: Luc@Toni.

Am Tag der Deutschen Einheit = 03. Oktober 2011 waren wir im St. Georgener Schwimmbad !!!

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23September2011

RS Sound

Posted by naloxon under: Zum Schluss.

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10September2011

Hänchen süß-sauer

Posted by naloxon under: FUN.

Heute bei Aldi gesehen !

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9September2011

Polnischer Supersportler mit 647 PS

Posted by naloxon under: Zum Schluss.

Eine polnische Firma (”Arrinera Automotive”) beabsichtigt eine Supersportler (nein, nicht Marek Fis !) zu bauen. Das Fahrzeug soll 647 PS (= polnischer Supersportler !) haben und sieht in meine Augen aus wie ein Lambo … und der Motor aus der Corvette …

Originalartikel:

Den ersten polnischen Supersportwagen baut nach eigenen Angaben die Firma Arrinera Automotive. Das Design des Äußeren und des Innenraums stammt komplett aus Polen. Für die Technik darunter, also Chassis und Rahmen, holte sich Arrinera den Engländer Lee Noble ins Boot. Er produziert seinerseits unter der Marke Noble Supersportwagen in Form der Modelle Ultima, M12, M15 und M600. Außerdem ist er Teilhaber an der polnischen Firma und in ihrem Aufsichtsrat vertreten.

Das Äußere des Arrinera wurde Pavlo Burkatskyy designt. Unverkennbar ist das Vorbild für die scharfen Ecken und Kanten, den Vorderbau und die Grundform in südeuropäischen Gefilden beheimatet: Lamborghini lässt grüßen. Die Karosserie besteht aus Karbon und Kevlar und ist mit Scherentüren ausgerüstet. Für das Chassis werden sowohl Karbon- als auch Aluminium-Elemente verwendet. Zu den Bemühungen um aerodynamischen Abtrieb gehören ein flacher Unterboden und ein Diffusor. An der Vorderachse des Arrinera drehen sich 19-Zoll-Räder mit Reifen der Dimension 255/30. Hinten verwenden die Polen 20-Zöller und Gummis im Format 335/30. Verzögert wird der Arrinera durch Keramik-Bremsen.

Wem die Leistungsdaten 647 PS und 819 Newtonmeter Drehmoment des als Antrieb geplanten 6,2-Liter-Kompressor-V8 bekannt vorkommen: Ja, die kennen wir von der Corvette ZR1. Alternativ ist bei den Polen noch ein nicht näher spezifiziertes V6-Aggregat mit Doppelturbo-Aufladung im Gespräch. Sound und Abgase werden über ein Endrohr in der Mitte des Heckdiffusors entlassen.

Im Innenraum des Arrinera geht es nicht karg, sondern opulent zu. Das Luxus-Ambiente soll durch ein Interieur mit Komponenten aus Leder, Aluminium und Karbon sichergestellt werden. Optional bieten die Polen eine Ledersorte an, die auch Maybach verwendet. An die Sicherheitsausstattung wurde ebenfalls gedacht. So gehört eine Infrarot-Wärmebildkamera zur Ausstattung, die nachts Menschen oder Tiere auf der Fahrbahn erkennt. Verkauft werden soll die erste Kreation von Arrinera bereits ab dem zweiten Halbjahr 2012. Zum Preis des Supersportwagens ist noch nichts bekannt.

 

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6September2011

72 Stunden

Posted by naloxon under: Zum Schluss.

Der spannendste Film, den ich seit langem gesehen habe !

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5September2011

Nadal auf einer PK bei den US Open

Posted by naloxon under: Tennis/Sport.

Angeblich hatte Rafael Nadal nach seinem Sieg gegen Nalbandian während der Pressekonferenz einen Krampf im Oberschenkel. Wenn ihr mich fragt, hatte er Durchfall (2:08  - genau hinhören !)

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10August2011

Die Digitalisierung des Ich

Posted by naloxon under: Uni/Medizin.

Intelligenz, Gewicht, Puls, Lungenfunktion - Christian Kleineidam zeichnet jeden Tag Daten von sich auf. Mit dieser Art der digitalen Selbstbeobachtung ist er in Deutschland noch ein Exot, in den USA wächst die Bewegung rasant. Sie will unser Verhältnis zum eigenen Körper auf eine ganz andere Grundlage stellen.

Jeder Tag beginnt für Christian Kleineidam gleich: Er steht auf, nimmt sein Handy, startet ein Programm und macht einen Intelligenztest. Hat er die 180 Aufgaben hinter sich, geht er ins Bad, neben dem Waschbecken hängt ein Papier, dort trägt er auf einer Skala von 0 bis 7 ein, wie feucht oder trocken sein Mund ist.

Er stellt sich auf die Waage, sein Gewicht schreibt er ebenfalls auf den Zettel. Daraufhin nimmt er ein Maßband und misst seinen Taillenumfang. Schließlich nimmt er aus dem Badschrank eine Digitalkamera, stellt sie neben das Waschbecken, schaltet den Zeitauslöser ein, tritt zwei Meter zurück und macht drei Aufnahmen von sich: von vorne, der Seite, von hinten - bekleidet nur mit einer Unterhose.

Kleineidam wohnt in Berlin-Spandau, von seiner Altbauwohnung ist es zu Fuß kaum eine Minute bis zum Ufer der Havel. Hier ist Berlin beschaulich, übergewichtige Seniorinnen führen in engen und grellbunten Tops kleine Hunde aus, die Wohlhabenden schippern mit ihrem Motorboot den Fluss hinunter. Die Trendfabriken in und um Berlin-Mitte scheinen weit weg.

Auch der 25-jährige Kleineidam wirkt nicht gerade wie ein Avantgardist. Ein schmaler junger Mann von genau 55,0 Kilo, so stand es am Morgen auf der Waage, zurückhaltend, Bioinformatik-Student, randlose Brille, über seinem Computer hängt das Periodensystem im Großformat.

“Es ist vergleichbar mit Martin Luther”

Vor rund einem Jahr las er erstmals in einem Forum vom “Quantified Self”, vom vermessenen Ich. Pioniergeist treibt ihn an, die Faszination, an einer neuen Bewegung teilzunehmen, deren Potential man gar nicht unterschätzen könne. “Es ist vergleichbar mit Martin Luther: Der hat den Menschen auch beigebracht, nicht nur auf das Wissen von oben zu vertrauen, sondern selbst nachzudenken, sich selbst wichtig zu nehmen.”

Selbstvermesser wie Kleineidam zeichnen Daten von ihrem Körper auf; Puls, Blutdruck, Lungenvolumen, Gewicht, Hirnaktivität, was auch immer quantifizierbar ist. Sie führen Buch und können so Annahmen treffen, was in welcher Weise Einfluss auf sie nimmt: Mindert der Verzehr von Butter die kognitive Leistungsfähigkeit? Mit wie viel Stunden Schlaf ist der Körper in Bestform? Weil die Daten auch mit GPS kombiniert werden können, ist es auch möglich, den Einfluss einer bestimmten Umgebung auf den Körper zu bestimmen.

Die Bewegung nahm ihren Anfang in den USA, dort wächst die Gemeinde der Selbstvermesser kontinuierlich. Ihr digitales Zentrum findet sich unter quantifiedself.com, das Motto steht ganz oben auf der Seite: “Self knowledge through numbers”, Selbsterkenntnis mit Hilfe von Zahlen. Gleichgesinnte schließen sich hier zu lokalen Gruppen zusammen, deren Mitgliederzahlen in den USA zum Teil fünfstellig sind.

Kleineidam hat auf dem Portal eine Anfrage gestellt: Er würde gerne eine Gruppe in Berlin gründen, er will Menschen finden, die wie er an der Selbstvermessung interessiert sind. Doch bisher gibt es nur drei weitere Interessenten für Berlin, einen für Hamburg, noch zu wenig für ein Gruppentreffen.

Dass die Bewegung ihren Weg nach Deutschland finden wird, scheint eine Frage der Zeit zu sein: Auf der Seite kann man ihre Verbreitung gen Westen verfolgen, in London und Amsterdam haben sich bereits bis zu 270 Selbstvermesser in Gruppen zusammengefunden. Und in Amsterdam wird Ende November die erste Quantified-Self-Konferenz Europas stattfinden.

“Wir sind nicht mehr auf die Autorität von Studien angewiesen”

Auf dem Portal tauschen sich Selbstvermesser über ihre Erfahrungen und Daten aus. Einer kommt zum Ergebnis, dass er morgens ausgeruhter aufwacht, wenn er vor dem Schlafen eine Zeitlang auf einem Bein stand, ein anderer hat sich von seinen Daten überzeugen lassen, dass er sich entgegen seiner eigenen Annahme nicht besser konzentrieren kann, wenn er Kaffee trinkt.

“Wir sind nicht mehr auf die Autorität von wissenschaftlichen Studien angewiesen, die uns sagen wollen, was guttut und was nicht”, sagt Kleineidam. Viele Selbstvermesser stellen ihre Daten im Netz zu Verfügung, sie berichten über ihre Schlussfolgerungen, andere wiederholen den Versuch.

Wissenschaftlich ist das nicht, schließlich bemüht sich hier keiner um Methoden, die Placeboeffekte ausschließen könnten. Kleineidam streitet das gar nicht ab. Es gehe aber nicht um allgemeingültige Erkenntnisse, entscheidend sei, “wie etwas bei mir wirkt”.

Den allzu häufig von der Pharmaindustrie in Auftrag gegebenen Massenstudien stellen Selbstvermesser die Personalisierung der Medizin entgegen. Das Ziel: die Optimierung der eigenen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit.

Für Kleineidam besteht der Reiz allerdings mehr im Sammeln von Daten. In seinem Zimmer steht ein Heimtrainer an der Wand. Sein Arzt hatte ihm vor einigen Jahren empfohlen, sich mehr zu bewegen. Kleineidam saß lange nicht mehr auf dem Gerät, dafür tanzt er seit zwei Jahren, auch eine Art von Bewegung, doch optimal ist das nicht.

“Wir mögen es, Hardware und Software zu hacken, warum sollten wir nicht unsere Körper hacken?”, hatte vor einigen Wochen ein Investor aus dem Silicon Valley der “Financial Times” gesagt. Die Digitalisierung des leiblichen Daseins ist es, die Kleineidam fasziniert: Er hat die Software, mit der er jeden Morgen seine kognitive Leistungsfähigkeit misst, selbst geschrieben. Sie enthält Aufgaben in den Kategorien Mathematik, räumliche Wahrnehmung, verbale Intelligenz, Reaktionsschnelligkeit. Das Programm zeichnet auf, ob seine Antworten richtig oder falsch sind, wie schnell er die Aufgaben löst und auch mit welchem Druck er auf den Bildschirm tippt.

Letzteres könnte etwas darüber aussagen, wie sicher er sich mit seiner Lösung ist, doch erst einmal sammelt er nur seine Daten, Experimente will er später starten. Kleineidam hat sich vor kurzem ein Atemmessgerät gekauft, damit ermittelt er, wie viel Luft er pro Sekunde ausatmen kann und wie schnell er sie auspustet. Alle Daten überträgt er auf seinen Rechner, wo sie eine Statistik-Software archiviert und zu Grafiken verarbeitet.

“Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gefühl für die Daten”

Im Mai trafen sich Selbstvermesser in den USA zu ihrer ersten großen Konferenz in San Francisco. Zwei Tage Programm, einige Vorträge und Workshops, die Besucherzahl war auf 400 begrenzt. Redner sprachen über die Bedeutung der datenorientierten Selbstbeobachtung für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Wer sich vom Potential dieser Bewegung einen Eindruck verschaffen wollte, musste jedoch nicht unbedingt den Vorträgen lauschen - ein Gang durch die Flure reichte: Unternehmen wie Microsoft, Philips, Intel und Fujitsu hatten Stände aufgebaut, sie haben die Konferenz mitfinanziert.

Neben den Branchengiganten versuchen zahlreiche Start-ups, auf die Welle aufzuspringen, bevor sie sich so hoch auftürmt, dass sie für jeden sichtbar ist. In Kalifornien etwa haben ehemalige Mitarbeiter von Google, Microsoft und der Nasa “Mybasis” gegründet. Sie wollen bald ein Gerät auf den Markt bringen, das wie eine Armbanduhr getragen werden kann. Es misst den Puls, die verbrannten Kalorien, das Schlafverhalten. Natürlich werden Besitzer ihre Daten hochladen und mit anderen vergleichen können.

Was für Datenschützer ein Graus ist, ist für Selbstvermesser ein wichtiger Teil ihres Tuns: Erst mit der Verfügbarkeit ihrer Daten ermöglichen sie den Vergleich und geben mit ihren Experimenten Anstöße, wie die eigenen Werte verbessert werden könnten. Aus Kleineidam spricht die für seine Generation typische Mischung aus Fortschrittsglauben und Pragmatismus, wenn er sagt, er stelle seine Daten lieber selbst ins Internet, als wenn es jemand anderes tut.

Bei seinem Pulsmesser hat er auch gar keine andere Möglichkeit: Um die Daten in sein Statistik-Programm einspeisen zu können, muss er sie erst einmal auf der Internetseite des Herstellers hochladen. Natürlich hat er dort ein passwortgeschütztes Profil, doch Anbieter wie Mybasis werden es sich nicht entgehen lassen, die Daten ihrer Kunden zu speichern. Gut möglich, dass gerade diejenigen, von deren Studien sich Selbstvermesser emanzipieren wollen, ihren Nutzen suchen werden: Für Pharmafirmen sind solche Daten ein wertvoller Schatz.

Die Frage ist aber auch: Was macht es mit dem Menschen, wenn er permanent über seine Körperfunktionen informiert ist? Wenn die digitale Selbstbeobachtung das Körpergefühl ersetzt? Kleineidam hat darauf eine einfache und zugleich vielsagende Antwort: “Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gefühl für die Daten.”

© SPIEGEL ONLINE

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